21.7 C
New York
1.December. 2022
spot_img
More

    Latest Posts

    Serienkiller 05 – Die Hillside Stranglers

    Die Serienmörder Kenneth Alessio Bianchi (* 22. Mai 1951 in Rochester) und Angelo Buono (* 5. Oktober 1934 in Rochester; † 21. September 2002 im Calipatria State Prison) waren bekannt als die Hillside Stranglers. Zwischen 1977 und 1979 wurden in Los Angeles mehrere Frauen nach demselben Schema ermordet und ihre Leichen in den Hügeln von Hollywood abgeladen. Bis zur Aufklärung der Taten erhielt der Täter (erst später stellte sich heraus, dass es zwei Täter waren) von Presse und Polizei deshalb den Namen „Hillside Strangler“.

    Als Bianchi und Buono im Januar 1976 in Los Angeles aufeinander trafen, stellten sie sehr bald eine Art Seelenverwandtschaft fest. Sie bauten Buonos bereits vorhandenen kleinen Prostituiertenring in Los Angeles weiter aus und zogen weitere Frauen durch Vergewaltigung und Folter in ihren „Harem“.[1] 1977 flohen zwei der Frauen, was Bianchi und Buono schließlich als die Initialzündung zu ihrer Mordserie angaben. Innerhalb von nur zwei Monaten ermordeten beide zehn Mädchen und Frauen – zumeist aus dem Prostituierten-Milieu. Ihre Vorgehensweise „perfektionierten“ sie dabei von Mord zu Mord.

    Als Polizisten verkleidet (oder sich als solche ausgebend) griffen sie die Frauen auf der Straße auf, hielten sie mit dem Auto an und verluden sie in ihr eigenes Fahrzeug, um sie zu vernehmen. Sie verschleppten ihre Opfer in eine Wohnung, fesselten sie, folterten sie mit Elektroschocks, Chemikalien (bei einem der Opfer wurde im Blut ein Reinigungsmittel für Fensterglas nachgewiesen) und Strangulation, vergewaltigten sie mehrfach und erdrosselten sie schließlich. Die nackten Leichen „entsorgten“ sie schließlich in den Hollywood-Hügeln und entlang einer Ausfallstraße von Los Angeles in entwürdigenden Stellungen: nackt und mit gespreizten Beinen, „als wollten sie die Behörden verspotten“.[1]

    Die Opfer der beiden stammten meist aus dem Prostituierten-Milieu, jedoch gerieten ihnen auch Schülerinnen, arglose Autofahrerinnen, die sie als „Polizisten“ gestoppt hatten und – als Bianchi später im Bundesstaat Washington allein tötete – auch College-Studentinnen in die Fänge. Am 17. Oktober 1977 wurde die 19-jährige Prostituierte Yolanda Washington das erste Opfer der beiden. Nur 14 Tage später fand man die Leiche der 15-jährigen Judith Miller. In der Nähe von Buonos Haus fand man am 5. November desselben Jahres die nackte Leiche der 21-jährigen Kellnerin Elisa Kastin. Drei Tage später verlor Jane King ihr Leben. Der Leichnam der 21-Jährigen wurde allerdings erst zwei Wochen später neben einer Autobahnauffahrt entdeckt. Gleich drei Opfer wurden am 20. November 1977 in verschiedenen Parks in Los Angeles entdeckt: die 20-jährige Studentin Kristina Weckler (die mit einer Reinigungsmittel-Injektion gefoltert wurde), und die 12 und 14 Jahre alten Schülerinnen Sonja Johnson und Dolores Cepeda. Am 29. November schließlich wurde die Leiche der 18-jährigen, durch Stromstöße gefolterten Lauren Wagner in den Hügeln von Glendale gefunden.

    Bei der Polizei, die zunächst keinerlei Ermittlungserfolge vorweisen konnte, meldete sich Ende 1977 ein entkommenes Opfer der beiden: Catherine Lorre, die Tochter des österreichischen Filmschauspielers Peter Lorre. Ihre Aussage führte dazu, dass die Polizei nun nach zwei Tätern suchte. Bianchi befand die Fortsetzung seines Aufenthalts in Los Angeles für zu gefährlich und zog im Frühjahr 1978 nach Bellingham (Washington). Dort arbeitete er als Wachmann (was seinem Wunsch, Polizist zu sein, sehr nahe kam) und begann im Januar 1979 erneut zu morden, dieses Mal ohne Mithilfe seines in Los Angeles gebliebenen Cousins. Zwei Studentinnen, die an der Western Washington University studierten und denen er einen vermeintlichen Job als Hausbesorgerinnen vermittelte, wurden seine Opfer. Da die Polizei durch Nachforschungen herausfand, dass beide Kontakt zu Bianchi gehabt hatten, lud man ihn vor. Widersprüche bei der Vernehmung und in der Wohnung gefundene Gegenstände brachten ihn schließlich mit den beiden Morden in Washington und dann mit den Taten in Los Angeles in Zusammenhang.

    Latest Posts

    spot_imgspot_img

    Don't Miss

    Stay in touch

    To be updated with all the latest news, offers and special announcements.